April 28, 2005

tagebuch 10! - katherine

mein blaues Klavier...

Vielleicht ist das Klavier nicht wirklich ein Ding, sondern Else ihr selbst oder jemand, den sie kannte, oder ihr Volk. Else musste emigrieren und versteht die Kämpfe der Juden vor dem zweiten Weltkrieg und deshalb macht es Sinn, wenn das blaue Klavier (blau bedeutet oft „traurig“) ein Jude oder das jüdische Volk wäre. Deshalb würde „seitdem die Welt verrohte,“ seitdem das Kriegausbruchs oder die Verfolgung der Juden bedeuten. Vorher war das Klavier verschieden. „Sternenhände“ haben darauf gespielt und „die Mondfrau“ hat damit gesungen (nicht wörtlich, sondern metaphorisch), aber jetzt steht es im Dunkel und nur Ratten „tanzen“ darauf. Das Klavier ist gewissermaßen versteckt. Die letzte Strophe verwirrt mich...ich stimme mit der Biographie von Else überein, dass ihre Dichtung nicht vollständig entwirrbar ist. Es ist aber leicht zu sehen, dass sie Fiktion und Realität verbindet, wie die Biographie steht.

Posted by hans1898 at April 28, 2005 6:46 PM