Menschen haben schon immer erzŠhlt Ð von der Jagd, von gro§en Heldentaten und Naturkatastrophen, von persšnlichen Erlebnissen und Ereignissen in der Familie, von Taten der Gštter und der Kšnige. Im Deutschen bedeutet Geschichte sowohl "history" als auch "story".
Das ErzŠhlen ist die anschauliche Darstellung eines Geschehens, das fŸr den ErzŠhlenden bemerkenswert ist. Wie eine Beschreibung kann eine ErzŠhlung vorwiegend sachlich und informativ oder literarisch und unterhaltend sein. Die Leser sollen sich das Geschehen bildlich und inhaltlich genau vorstellen kšnnen.
"Erlebte
Geschichte"
ist Geschichte (history) "von unten" - sie schlie§t aber auch Menschen nicht aus, die
Geschichte "von oben" machen. In den meisten FŠllen spiegeln die
erzŠhlten Geschichten (stories) die Auseinandersetzung von Individuum und Gesellschaft,
von Innen- und Au§enwelt, zwischen eigenen und anderen Erwartungen wider. In
der Regel zeigen sie den Standpunkt des Einzelnen, seine Wahrnehmung der
Anderen. Der Schreibende bezieht Stellung zu seiner Umwelt, registriert,
kommentiert sie. Das Schreiben an sich stellt dabei schon einen reflexiven
Prozess dar. Anders als das Verfassen von BŸchern, von journalistischen
BeitrŠgen oder gar wissenschaftlichen AufsŠtzen ist dieses ErzŠhlen an sich
kein Privileg und gehšrt zu keiner bestimmten gesellschaftlichen Schicht.
Merkmale einer ErzŠhlung