Daniel BrŸhl
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SpŠtestens seit dem Erfolg der Komšdie Good Bye, Lenin! gilt Daniel BrŸhl
als das neue deutsche Schauspielwunder. Der in Barcelona geborene und in Kšln
aufgewachsene Schauspieler war von Kindesbeinen an in der
Unterhaltungsbranche aktiv: Mit acht Jahren machte er sein erstes Hšrspiel,
kurz darauf synchronisierte er Spielfilme und spielte im Schultheater mit.
Mit 16 stand er zum ersten Mal im TV-Film Svens Geheimnis vor der Kamera. |
Trotz dieser frŸhen Karriereschritte beherzigte der gute SchŸler,
der das Fach Deutsch am liebsten mochte, den Rat seines Vaters und schloss die
Schule mit dem Abitur ab. Eine solide Ausbildung ist dem schlaksigen jungen
Mann wichtig. Erst wŠhrend seines Zivildienstes arbeitete er wieder fŸr das
Fernsehen und war in mehreren Serien zu sehen. Eine Schauspielschule hat er
Ÿbrigens nie besucht. Seinen Kindheitstraum verwirklichte er mit seinem DebŸt
auf der Kinoleinwand mit knapp 20 Jahren in dem Teeniethriller Schlaraffenland, bevor er 2000 in der
Erfolgskomšdie Schule zu sehen war. Der gutaussehende Braunhaarige ist dankbar
fŸr seinen Erfolg und betrachtet jeden neuen Film als Schulung, bei der er mehr
Ÿber die Schauspielerei lernt.
Weitere Filmprojekte waren der Episodenfilm Honolulu, der Roadmovie Vaya
con dios, die Dramen Elefantenherz und Das wei§e Rauschen. FŸr die
heiter-melancholische Liebesgeschichte Nichts bereuen bekam er den
Deutschen Filmpreis.
Obwohl Daniel BrŸhl unter den Kritikern zu diesem Zeitpunkt schon
als neuer Stern am deutschen Schauspielhimmel gesehen wurde, kannte das
Publikum seinen Namen noch nicht. Dieser Umstand Šnderte sich aber mit seinem
nŠchsten Film Good Bye, Lenin! schlagartig, mit dem er wie eine Rakete an
den Starhimmel schoss.
Trotz seiner BerŸhmtheit bleibt er ruhig und bescheiden –seine
unauffŠlligen Klamotten kauft er immer noch in Second-Hand-LŠden. Auch sein
Privatleben hŠlt er geheim.
In Good Bye, Lenin! spielt er einen jungen Ostberliner, dessen Mutter wŠhrend der Wende im Koma liegt. Um die treue DDR-BŸrgerin nach ihrem Aufwachen vor einem Schock zu bewahren, lŠsst er in der Wohnung die DDR weiterleben. Der Film war nicht nur in Deutschland ein riesiger Erfolg. Daniel BrŸhl wurde sowohl beim Deutschen als auch beim EuropŠischen Filmpreis als bester Darsteller ausgezeichnet. Viele Zuschauer setzten den Schauspieler BrŸhl mit dem Filmcharakter Alex gleich – und das ist sicher nicht všllig falsch: Auch privat wŸrde er fŸr Harmonie, Liebe und Familie alles tun.
Obwohl er als Mensch, eben der typische Ònette Junge von nebenanÓ, eher unauffŠllig wirkt, ist BrŸhl ein wandelbarer Schauspieler: Ob pubertierender Jugendlicher, katholischer Mšnch oder naiver Ossi – BrŸhl kann alles. Die braunen Augen blitzen schelmisch, wenn er von seinen Versuchen erzŠhlt, einen einzigen Satz in sŠchsischem Dialekt perfekt auszusprechen – es dauerte zwei Tage, bis er das konnte. FŸr ehrgeizig hŠlt er sich aber trotzdem nicht.
Mit seinem Image des netten und unkomplizierten Jungen ohne StarallŸren und Glamour steht Daniel BrŸhl vertretend fŸr eine ganze neue Generation von Schauspielern, die sich nicht als Superstars sehen, sondern einfach ihr Hobby zum Beruf gemacht haben.
BrŸhl versucht aber trotz zahlreicher Angebote, mit sich selbst im
Reinen zu sein: ÒFŸr die Arbeit bedeutet das, dass ich nur Filme mache, die ich
mit mir vereinbaren kann. Ich kšnnte mich nicht verkaufen.Ó Er will sich selbst
treu bleiben und hat auch andere PrioritŠten im Leben – z.B. ist es ihm
sehr wichtig, trotz Zeitmangel den Kontakt zu Freunden aufrecht zu halten.
BrŸhls BodenstŠndigkeit und Realismus sind genau die Eigenschaften, die ihn so
sympathisch machen. Sein Sinn fŸr Humor und seine Liebe zur Musik sind Dinge,
die er trotz des Starrummels nicht verlieren will.
Zur Zeit ist Daniel BrŸhl in Die fetten Jahre sind vorbei wieder im Kino zu
sehen – noch ein Schritt auf dem Weg zu einer Schauspielkarriere, die so
ist, wie BrŸhl selbst - solide.
Vor dem Lesen
Was ist eine Personenbeschreibung? Was erwartest du von ihr?
Der Biograph versucht, das Interesse der Leser an der beschriebenen Person zu wecken. Besonders wichtig sind daher Wšrter, die die Šu§eren Merkmale der Person beschreiben.Aber eine Biographie will auch Aussagen Ÿber den Charakter, die inneren Merkmale, machen. Zu den inneren Merkmalen gehšren Persšnlichkeit, Temperament, Gewohnheiten, Talente und Interessen.
Erstes Lesen
Verschaffe dir einen †berblick Ÿber den Inhalt des Textes, indem du Stichwšrter unterstreichst. Mach dir auch Notizen am Rande des Textes Ÿber:
-Šu§ere Erscheinung
-innere Merkmale
- das Naturell = Temperament, Charakter, Natur
- die Anlagen = FŠhigkeiten, Begabungen, Talente
Nach dem ersten Lesen
Woran erinnerst du dich? Gib deine ersten EindrŸcke wieder.
Hast du weitere Fragen an den Text? Was bleibt unbeantwortet? WorŸber mšchtest du mehr wissen?
Zweites Lesen
†berleg, welche Lesestrategie du beim zweiten Lesen einnehmen kšnntest, die dir den Zugang zum Text erleichtert. (dem Text gegenŸber offen sein; einen persšnlichen Zugang finden; sich vorher Ÿber den historischen/ politischen/ sozialen/ literarischen Kontext informieren; sich auf den Wortschatz konzentrieren?)
Vertieftes VerstŠndnis
1) €u§ere Merkmale und AblŠufe spiegeln oft innere Attribute und Entwicklungen wieder. Finde Beispiele im Text, in denen der Autor solche BezŸge zwischen €u§erem und Innerem herstellt und interpretiere sie.
2) Ist die Personenbeschreibung einheitlich und durchgŠngig, oder gibt es WidersprŸche und Kontraste in der Darstellung? Suche nach Kontrasten. (Tipp: Signale fŸr solche Textstellen kšnnen die Wšrter aber, aber auch, aber nicht, dabei, obwohl, trotzdem sein.)
Welchen Effekt hat diese "widersprŸchliche"
Beschreibung? Hilft sie, die beschriebene Person zu definieren, oder fŸhrt sie
eher zu Unklarheiten? Welche
spezifische Textstelle hilft dir beim VerstŠndis, oder gefŠllt dir besonders?